Die Beherrschung der deutschen Sprache gilt unbestritten als der entscheidende Schlüssel für eine erfolgreiche Schul- und Berufslaufbahn für Kinder mit Migrationshintergrund.

Wir finden in den Regelklassen

  • Kinder, die ohne Zweitsprachkompetenzen neu eingereist sind,
  • Kinder, die hier geboren sind, einen Kindergarten besuchten und dennoch nur über geringe Zweitsprachkompetenzen verfügen,
  • Kinder, die hier geboren sind, aber keinen Kindergarten besuchten und nur rudimentäre Zweitsprachkompetenzen besitzen,
  • Kinder, die hier geboren sind, aber auf Grund familiärer Entscheidungen zwischen Deutschland und dem Heimatland gependelt sind und sich weder in der Erstsprache noch in der Zweitsprache ausreichende Sprachkompetenzen erworben haben,
  • Kinder, die hier geboren sind, einen Kindergarten besuchten und sich in den Sprachkompetenzen kaum von altersgleichen Deutschen unterscheiden,
  • Kinder mit bereits ausgeprägter Mehrsprachenkompetenz.

Der Grundschule kommt  eine Schlüsselfunktion zu. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der besonderen Förderung kompetenzschwacher Schülerinnen und Schüler.

In allen Förderstunden steht das sprachliche Handeln im Vordergrund. Durch gelenkte oder freie Gespräche werden sprachliche Strukturen in der deutschen Sprache gebildet, artikuliert und gefestigt. Sprachlich Handeln beim Vorlesen eines Bilderbuchs heißt, dass DaZ-Kinder

  • aktiv zuhören (d. h. auf Bildern zeigen oder nachspielen, was sie gerade gehört haben etc.)
  • mitsprechen (indem sie z B wiederkehrende Passagen oder eine „Lieblingsstelle“ mit- und nach wiederholtem Vorlesen alleine sprechen),
  • miterzählen (was eine Figur denkt), warum eine Figur so handelt, wie sie gehandelt hat, was als nächstes passiert etc.) oder
  • selbst vorlesen (indem sie zu den Bildern erzählen oder – wenn sie dazu in der Lage und bereit sind- einzelne Wörter wie die Namen oder zentrale Begriffe suchen und vorlesen)

Sowohl das mündliche Präsentieren eigener Bilder oder Gedanken als auch die Teilnahme an Gemeinschaftsspielen  fordern die Schüler auf, sich sprachlich verständlich auszudrücken. Dadurch wird ihr Selbstvertrauen gestärkt und es entwickelt sich die Freude am Sprechen.

Hierbei treten Sprachdefizite deutlich auf und man kann in der weiteren Arbeit schwerpunktmäßig Themen herausfiltern (z.B. Artikel, Singular-u Pluralbildung…).

So schließen sich in den Unterrichtsstunden an das sprachliche Handeln differenzierte schriftliche und mündliche Übungen an.