Kinder im Anfangsunterricht erleben die Schule als neue Sozialsituation und als neuen Lernort.

Der Anfangsunterricht hat die Aufgabe, in grundlegende Lern- und Arbeitsweisen einzuführen und bei den Schülern eine positive Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft zu entwickeln.

Wir wollen Unterricht so gestalten, dass jedes Kind innerhalb seines Klassenverbandes auf seinem Leistungs- und Entwicklungsstand effektiv lernen kann.

Wegen der Unterschiedlichkeit der Schulanfänger hat der Anfangsunterricht unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen:

 

Es gilt also, den Anfangsunterricht so zu gestalten, dass er alle eingeschulten Kinder fördern kann –  auch diejenigen, die noch Zeit und Raum für Entwicklungen brauchen, die von den meisten anderen Schulneulingen bereits vollzogen sind.:

  • Parallelklassen sind auf einem Flur
  • Klassenlehrerinnen unterrichten fast alle Fächer
  • Lehrkräfte, Sonderschullehrerin und Sozialpädagogin arbeiten im Jahrgangsteam
  • verbindliche Absprachen zu den Lehrwerken, Unterrichtsorganisation, Regeln
  • individuelle Förderung als Unterrichtsprinzip

Alle Kinder wollen und können etwas leisten. Lernleistung im Anfangsunterricht bezieht sich sowohl auf das Lernergebnis als auch auf den Lernprozess des einzelnen Schülers.

In unterschiedlichen Zeitabständen werden für jedes Kind die Lernfortschritte dokumentiert und die neue Lernausgangslage ermittelt.

Kinder, die die verbindlichen Anforderungen am Ende des zweiten Schuljahres nicht erreichen, bleiben in der Schuleingangsphase. In Einzelfällen ist auch eine Vorversetzung, ins nächste Schuljahr sinnvoll und möglich. Entscheidend ist die Entwicklung der kognitiven und sozialen Kompetenzen.

Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Kindergarten und Schule ist für einen erfolgreichen Schulstart sehr wichtig. Der erste Kontakt beginnt mit der Schulanmeldung und dem Schulspiel,  im Herbst.  Übergabegespräche, Elterninformationsversammlungen, Schnupperkurs und Vorschulkurse in der Schule prägen die Zeit bis zur Einschulung.